Löffler & Collegen

Mediatorin • Mediator • Rechtsanwältinnen • Rechtsanwalt

Mediation

Neue Modelle der Streitbeilegung?

Der Konflikt:

Im Alltagsleben kommt man schnell in eine Situation, wo man mit anderen Menschen in einen Konflikt gerät. Man sieht seine Rechte verletzt, man hat Wut oder Ärger auf eine andere Person in Bezug auf ihr Verhalten, man hat Enttäuschungen in Bezug auf den Partner oder man meint, man wäre im Recht.

Lösung: 1. Vergleichsgespräche der Parteien untereinander?

Vergleichsgespräche der Parteien selbst untereinander scheitern oftmals an der aufgeheizten Situation und der "Uneinsichtigkeit" des Unrechtes seitens des "Gegners". Man spricht als "Gegner" miteinander und versucht, sein Recht zu bekommen! Der Gegner muß seine Schuld akzeptieren.

Lösung: 2. Vergleichsgespräche der Parteien über Anwälte?

Deshalb hat es seit Alters her Tradition, einen Vermittler, Schlichter, Neutralen hinzuzuziehen, welcher zwischen den Parteien vermitteln soll. Die Rechtsanwälte können auf Grund ihrer Ausbildung im "Recht" den oftmals sehr emotionsgeladenen Sachverhalt auf die für die Rechtsanwendung notwendigen Tatsachen reduzieren und dann mit dem Kollegen bei Berücksichtigung der jeweiligen Prozeß und Erfolgsaussichten eine Lösung zu finden.

Partei sagt: " Ich habe ja "Recht" und der andere "Unrecht", Wirtschaftlich betrachtet ist es die beste Lösung, sich zu einigen

Lösung: 3. Der Prozeß

Seit Alters her können Parteien ihr "Recht" bei Gericht einzuklagen.

Das klassische Modell setzt voraus, dass man einen Anspruch hat, welcher durch einen Fachkundigen (Anwalt) beim Richter vorgetragen wird. Der Richter urteilt dann aus, ob man selber "Recht" hat oder "Unrecht". Die Parteien erhalten ein "unparteiisches, gerechtes" Urteil.

Bei dieser Art der Konfliktlösung bleibt oft das unerfüllt, was Parteien sehr stark bewegt, nämlich das Bedürfnis, über die eigene Verletzung, die eigene Wut, das, was einen geärgert hat oder die Enttäuschung, zu sprechen.

Denn Juristen hören sich den oftmals sehr emotionsgeladenen Sachverhalt an, reduzieren ihn auf die für die Rechtsanwendung notwendigen Tatsachen und tragen dann den Sachverhalt bei Gericht vor. Der Richter sieht sich lediglich die sog. entscheidungserheblichen Tatsachen an und wendet dann das Recht an. Über Ursachen und Gefühle wird nicht gesprochen

siehe Grafik

Die Parteien bekommen insoweit eine Entscheidung nach der Rechtslage. Es wird ein Urteil gesprochen. Dann weiß der eine, daß er Recht hat und der andere weiß, das er für diese Instanz Unrecht hatte.

Die Parteien werden nicht mit ihren Enttäuschungen, Verletzungen und Bedürfnissen gehört. Oftmals kann der wirklich Konflikt nicht zum Gegenstand des Rechtsstreits gemacht werden.

Lösung: 4. Mediation:

Die Parteien haben aber oftmals den Wunsch, nicht nur über das zu sprechen, was sie stört, z. B. den Lärm des Nachbarn, den Streit mit dem Ehegatten, den Wunsch auf Zahlung von Geld, sondern oftmals auch über das zu sprechen, was sie im Innersten bewegt, nämlich konkrete Enttäuschung, nicht eingehaltene Zusagen, Beleidigungen, Störungen, Herabwürdigungen oder unerfüllte Wünsche.

Darüber kann bei der Mediation gesprochen werden. Der Neutrale wird durch Einsatz spezieller Techniken ermöglichen, daß über diese Dinge gesprochen werden kann. Wir ergänzen dies durch den Einsatz der Technik der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg, um die eigenen Gefühle und die eigenen Bedürfnisse der Parteien zu klären. Vieles spielt sich nämlich in dem für die Parteien wirklich wichtigen Bereich hier ab.

Forschungen an der amerikanischen Universität Haward haben herausgefunden, dass es bei Konflikten oft darauf ankommt, wie Menschen miteinander sprechen.

Die meisten Menschen sprechen unbewußt so, dass sie die Gefühle und Bedürfnisse der anderen Menschen nicht respektieren. Sprache kann dann als Gewalt wirken und andere Menschen verletzen und Konflikte vertiefen. Rosenberg hat durch seine Forschung und langjährige Tätigkeit als Familientherapeut und Streitmittler diese Zusammenhänge bewiesen. Er hat weltweit die Entwicklung von Schlichtungsprojekten eingeführt und dabei eine Methode entwickelt, wie Menschen miteinander ohne verletzende Wirkung (gewaltfrei) sprechen können, wie Menschen ihre eigenen Gefühle und eigenen Bedürfnisse erkennen, wie Menschen mit anderen über dessen Bedürfnisse sprechen können.

Gewaltfreie Kommunikation ist das Mittel der Streitschlichtung. Haben die Parteien ihre Bedürfnisse und Gefühle geklärt, so wird auch die Entscheidung der Sachfragen nach den Rahmenbedingungen gelingen.

Wir glauben deshalb, dass es Paaren bei Scheidung und Trennung auch weiterhelfen kann. Man kann dann die Probleme auf der Paarebene besser bewältigen. Damit können die Sachfragen mit mehr Akzeptanz besprochen werden und auch auf der Betreuungsebene zum Vorteil von Kindern zusammengewirkt werden. Dadurch werden Zeit und Kosten gespart.

Die Parteien haben auch den Wunsch, Herr in dem eigenen Konflikt zu bleiben. Ihn also auch selbst entscheiden zu können. Deshalb kann nicht jeder Konflikt in einer Mediation behandelt werden, da beide Parteien den Wunsch haben müssen, an dem Gespräch teilzunehmen und zu einer Lösung zu gelangen. Der erste Schritt ist deshalb für die Parteien herauszufinden, ob die Mediation das für Sie richtige ist.

siehe Bild

Deshalb hat es seit Alters her Tradition, einen Vermittler, Schlichter, Neutralen hinzu zu ziehen, welcher zwischen den Parteien vermitteln soll.

In den Vereinigten Staaten hat man dies als eine Alternative zum Gerichtsverfahren entwickelt. Beide Möglichkeiten werden gleichberechtigt angeboten.

Die Mediation hat den Vorteil, dass die Parteien die Entscheidungsbefugnis über ihren Konflikt nicht aus der Hand geben. Man ist hinsichtlich der Gestaltung des Streitstoffes vollständig frei und versucht unter Einsatz des Neutralen einen Konsens zu finden.

Die Mediation versucht unter den Grundsätzen der Fairneß, der Einverständlichkeit, der vollständigen Information unter Einfluß des Rechtes Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Parteien oftmals mehr zugeschnitten sind, als ein Richterspruch, der einen Anspruch durchsetzt, aber die Ursache des Konfliktes dabei unberührt läßt.

Die Mediation hat auch Vorteile, da Rechtsverfahren aufgrund der rechtsstaatlichen Ausgestaltung des Verfahrens notwendigerweise bestimmte Zeiträume haben, in denen Verfahren laufen. Man rechnet üblicherweise damit, dass ein Verfahren zwischen 6 und 9 Monaten in der ersten Instanz ohne Einspruch von Rechtsmitteln dauert.

Überlastung einzelner Abteilungen oder die Kompliziertheit der Materie kann die Fragen noch unterstützen.

Vielfach hat insoweit das Mediationsverfahren auch Zeitvorteile.

Ein Mediationsverfahren kann auch andere Lösungen hervorbringen als ein Gerichtsverfahren. Ein Gerichtsverfahren kann immer nur vom Gesetz vorgegebene Lösungsmöglichkeiten geben. Es können bestimmte Ansprüche durchgesetzt werden, wie Zahlung, Unterlassung oder Herausgabe. Das gefundene Ergebnis muß vielfach noch vollstreckt werden und muß nicht zwangsläufig zum gewünschten Ergebnis führen.

Ein Mediationsverfahren selbst hat im Gegensatz dazu keinen beschränkten Lösungsumfang. Die Kreativität der Parteien kann vollständig genutzt werden, so dass vielfach auch Weiterungen der Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, die den zu verteilenden Kuchen vergrößern. So kann z. B. neben den auch durch das Gerichtsverfahren durchzusetzenden Ansprüchen, wie Zahlung, Unterlassung oder Herausgabe, auch eine Entschuldigung, ein neues Geschäft, Dankbarkeit, Herstellung von Freundschaft, Verständnis für die Gründe des anderen oder eigenes Verständnis erreicht werden.

Vom Verfahren her setzt die Mediation auch die Rechtslage als Entscheidungshilfe der Parteien voraus. Man kennt auch die Unterstützung durch Anwälte in Mediationsverfahren, welche die Interessen ihrer Parteien schützen können.

Im Falle des Scheiterns einer Mediation bleibt den Parteien der Rechtsweg unbenommen.

Mediation kann Kostenvorteile beinhalten. Man spaltet ein Problem nicht in verschiedene Rechtsstreitigkeiten auf, was durch die Aufteilung in Ansprüche und gesetzliche Zuständigkeiten notwendig ist, sondern man kann über alle Punkte, die zwischen den Parteien zu klären sind, in einem Verfahren sprechen. Man vermeidet auch möglicherweise Folgerechtsstreitigkeiten und ein Auf und Ab durch unterschiedlichste Ergebnisse der Prozesse.

So könnten beispielsweise in einem normalen familienrechtlichen Verfahren folgende Prozesse zu führen sein:


- ein Prozeß über den so genannten Trennungsunterhalt
- ein Prozeß über die Scheidung nebst Folgesache, wie nachehelicher Unterhalt, Zugewinn, Versorgungsausgleich
- ein Prozeß über Hausrat
- ein Prozeß über die Zuweisung der Ehewohnung
- ein Prozeß über Sorgerecht
- ein Prozeß über Umgangsrecht
- ein Prozeß über zivilrechtliche Herausgabeklagen auf das Eigentum des anderen Ehegatten
- ein Prozeß über güterrechtliche Ausgleichsansprüche
- ein Prozeß über Klagen der Schwiegereltern gegen den Ehegatten auf Rückgabe geschenkter Dinge

Das Mediationsverfahren soll so ausgestaltet sein, dass auch die im Rahmen der Rechtsverordnung gefundenen Lösungen erzielt werden und nicht etwa einer, der schwächere Teil, über den Tisch gezogen wird.

Statistische Untersuchungen aus Amerika berichten davon, dass die Akzeptanz der Parteien für ein gefundenes Ergebnis in der Mediation höher ist als im gerichtlichen Verfahren, wo es "Sieger und Besiegte" gibt. Trotz der Tatsache, dass das gefundene Mediationsergebnis entsprechend rechtlich abgesichert wird durch rechtlich durchsetzbare Gestaltungen, ist die Bereitschaft der Parteien zur freiwilligen Erfüllung dieser Vereinbarungen deutlich höher als bei streitigen Urteilen.

Bei dem klassischen Mediationsmodell, wo nicht nur die Parteien nur den Neutralen bezahlen, sondern auch jeder seinen Rechtsanwalt als Schutz mit in die Mediation bringt oder zur Beratung über gefundene Ergebnisse hinzuzieht, werden insofern nicht immer die Kosten geringer sein, als in einem gerichtlichen Verfahren.

Einen Mediator wird je nach Einkommens ein Stundensatz von 50 Euro bis 500,00 Euro für seine Dienstleistung verlangen. Über die Einführung einer gerichtlichen Beihilfe für diese Verfahren wird diskutiert. Erfahrene Mediatoren sagen, dass eine gelungene Mediation in der Regel so viel kostet wie der Jahresurlaub der Parteien.

In der Justizverwaltung gibt es derzeit die Möglichkeit, eine kostenlose Mediation durch einen Richter als Mediator für Klagen in anhängigen Verfahren sowie im Mediationsbüro des Amtsgerichtes Mediation in Anspruch zu nehmen.

Trotz der Vorteil einer Mediation ist nicht jeder Fall geeignet.

Was machen Rechtsanwälte Löffer und Collegen in Bezug auf die Mediation?

Wir bringen das Recht ein.

Wir begleiten Mandanten als Prozeßanwälte in der Mediation. Wir haben bereits als Prozeßanwälte an mehreren Verfahren in dem Projekt Gerichtsnahe Mediation in Niedersachsen mitgewirkt.

Frau Rechtsanwältin Ursula Löffler und Herr Rechtsanwalt Claus-Rudolf Löffler haben daneben Fortbildungen in Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg besucht.

Beide sind Absolventen des Kurses: "Grundlagen der Mediation" bei den amerikanischen Mediatoren Gary Freymann und Jack Himmelstein.

Wir erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsanwaltskammer Celle zur Führung des Titels Mediator.

Wir sehen in der Mediation und dem Mandanten Coaching in Gewaltfreier Kommunikation ein besserer Weg zur interessengerechten Vertretung und Problemlösung.

Das Honorar vereinbaren wir mit Ihnen

Haben Sie Fragen oder Suchen Sie einen Mediator, sprechen Sie uns an 0511-343435 !


Home

zurück


 

Stand 29.11.2013

Impressum TMG