Löffler & Collegen

Mediatorin • Mediator • Rechtsanwältinnen • Rechtsanwalt


 

Recht in die Mediation


Der aus dem psychologischen Bereich kommende Mediator wird oftmals vor die Fragestellung gestellt, wie er das Recht in die Mediation einführt.

Dazu gibt es verschiedene Modelle.


1. Möglichkeit

Ein Modell ist, dass man den Parteien empfiehlt, dass jeder einen Anwalt beauftragt, welcher die Interessen der Parteien wahrnimmt.

Dieser Anwalt als Parteivertreter kann seine Mandanten außerhalb der Mediationssitzung beraten. Er kann aber und auch im Rahmen der Mediationsverhandlung teilnehmen. Sei es, daß der die ganze Zeit anwesend ist. Sei es daß er in den Teilen, wo es um die Einbringung des Rechts geht, an den Sitzungen teilnimmt. Er wird dann den nach seiner Meinung bestehenden rechtlichen Standpunkt erläutertn.


2. Möglichkeit
Als alternatives Modell wird die Auffassung vertreten, dass die Parteien durchaus einen "Rechtskundigen" als Neutralen gemeinsam engagieren können, welcher - wie ein zeitlich begrenzter Co-Mediator - das Recht in die Mediation einführt und dadurch den Parteien die Entscheidungsgrundlage gibt, um zu einem fairen - keine Partei benachteiligenden - Ergebnis zu kommen.

Dieser Anwalts-Co-Mediator nimmt dann nicht die Rolle des Interessenvertreters einer Partei wahr.

Er ist auch kein Richter, der den Konflikt für die Parteien entscheidet.

Er ist lediglich wie ein "Lehrer" Lieferant von Information für die Parteien.


Dabei wird er, wie der Mediator es auch tut, jeweils versuchen den Standpunkt der Partei vollständig zu beleuchten und auch versuchen, die Wertungsspielräume aufzuzeigen. Auch wird seine Hilfe für die Formulierung der Vereinbarungen der Parteien sinnvoll sein.

Muß das Recht Bestandteil der Mediation sein?

Die Literatur und in den Stellungnahmen der beteiligten Kreise in Anwaltschaft und Justiz ist man sich insoweit weitgehend einig, dass eine Mediation ohne Einführung des Rechtes gegen den Grundsatz der vollständigen Informiertheit verstößt und deshalb notwendig ist. Den informierten Parteien bleibt es dann überlassen, wie weit sie den Schwerpunkt für die Findung ihrer Ergebnisse aus der Rechtslage ableiten.


Können die Parteien immer den "Anwalts-Co-Mediator" oder einen Anwalt als Rechtseinbringer wählen?

Wenn beide Parteien ihre Interessen in der Mediation behaupten können, kann ein Anwalts-Co-mediator in der Mediation tätig werden. Ein Mediator muß in der Mediation immer prüfen, ob eine Waffengleichheit zwischen den Parteien besteht. Der Mediator wird deshalb auch immer in jeder Situation des Verfahrens prüfen, ob sich der Teilnehmer der Mediation auch tatsächlich selbst schützen kann. Ist dies nicht nicht der Fall, verbleibt nur die 1. Möglichkeit.


Das Recht des Einzelnen in jedem Stadium der Mediation einen eigenen Anwalt zu befragen oder zu beauftragen, bleibt immer offen.


Der Fachanwalt als Spezialist für die Rechtseinführung?

Der im Familienrecht spezialisierte Anwalt kann, nachdem die Tatsachen ermittelt sind, Ausführungen zu Fragestellungen des Unterhaltes, des Zugewinns, der Ausgleichung von ehebedingten Zuwendungen oder anderen Dingen machen. Dabei wird in vielen Bereichen ein Bewertungsspielraum bleiben, den sonst der Richter ausfüllt und der dann den Parteien überlassen bleibt.


Für die Tatsachenermittlung müssen in der Regel viele Unterlagen ausgetauscht werden. Der Einsatz eines Anwalts-Co-Mediator statt zweier Anwälte kann etwas weniger Papierkrieg verursachen, wenn die Parteien dies vereinbaren.

Gerade in Streitigkeiten, wo man eine Verschwiegenheit und Nichtverwendbarkeit von Informationen aus der Mediation in einem späteren Rechtsstreit bei Scheitern der Mediation vereinbart hat, kann die Hinzuziehung eines Anwalts-Co-Mediator für die Einbringung des Rechts ein Möglichkeit sein, diese Vertraulichkeit sicherzustellen.

Denn Unterlagen, die man aus der Hand gegeben hat, um Berechnungen überprüfen zu lassen, stehen ja dem Zugriff der Gegenseiten offen und können gegebenfalls - absprachewidrig -verwendet werden. Deshalb scheuen oftmals Parteien, dies vollständig und großzügig offen zulegen.

Beim Anwalts-Co-mediator, der ja wie der Mediator zur Verwiegenheit gegenüber beiden Parteien entsprechend dem Mediationsvertrag verpflichtet ist, kann so etwas vereinbart werden.


Hat z.B. eine Seite den Unterhalt durch einen Seitensprung rechtlich verwirkt, kann im Rahmen einer Mediation trotzdem sinnvoll sein über Unterhalt zu sprechen. Im Rahmen eine Prozesses könnte man die Vorlage bei einem Verwirkungssachverhalt verweigern.


Es können auch Unterlagen zum Gegenstand der Mediation gemacht werden, die sonst nicht vorgelegt werden müßten. Einfach, weil der andere Sicherheit haben will, daß er nicht betrogen wird.

Teilweise muß eine Auskunft z.B. beim Endvermögen im Zugewinn nicht belegt werden, sondern nur eidesstattlich versichert werden.


Vielfach möchte deshalb eine Seite nicht, daß geheime oder vertrauliche Unterlagen in die Hände der Gegenseite gelangen. Im Unterhaltsrecht und auch beim Zugewinnausgleich bestehen aber umfangreiche Beleg- und Vorlagepflichten, wenn man vor Gericht rechnet. Da der Richter "verlangt, daß die Parteien den Unterhalt vorrechnen", müssen die Unterlagen immer der Gegenseite ausgehändigt werden.


Vielfach reicht es aus, wenn der Anwalts-Co-mediator, nachdem er alle Unterlagen erhalten hat und die Vollständigkeit der Tatsachenermittlung geprüft hat, die Berechnungen macht und den Parteien darlegt. Dabei wird in vielen Bereichen gerade beim Unterhalt und beim Vermögensausgleich ein Bewertungsspielraum bleiben, den sonst der Richter ausfüllt und der dann den Parteien überlassen bleibt.

Kosten des Rechtseinbringers?

Die Kosten eines solchen Anwaltes, der das Recht in die Mediation einbringt, ist Vereinbarungssache.

Das Honorar vereinbaren wir mit Ihnen


Haben Sie Fragen, sprechen Sie uns an. 0511-343435 ?


Was machen Rechtsanwälte Löffer und Collegen in Bezug auf die Mediation?

Wir bringen das Recht ein.

Wir begleiten Mandanten als Prozeßanwälte in der Mediation. Wir haben bereits als Prozeßanwälte an mehreren Verfahren in dem Projekt "Gerichtsnahe Mediation in Niedersachsen" mitgewirkt.

Wir arbeiten aber ebenso als "Co-Mediatoren" bei der Rechtseinbringung.

Frau Rechtsanwältin Ursula Löffler und Herr Rechtsanwalt Claus-Rudolf Löffler haben daneben Fortbildungen in Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg besucht.

Beide sind Absolventen des Kurses: "Grundlagen der Mediation" bei den amerikanischen Mediatoren Gary Freymann und Jack Himmelstein.


Wir erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsanwaltskammer Celle zur Führung des Titels Mediator.

Wir sehen in der Mediation und dem "Mandanten Coaching" in Gewaltfreier Kommunikation einen Weg zur besseren, Interessen gerechten Vertretung und Problemlösung.

Das Honorar vereinbaren wir gerne mit Ihnen.

Haben Sie Fragen, oder suchen Sie einen Mediator, sprechen Sie uns an 0511-343435 !

 

Stand 29.11.2013

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